Workshop „Kuckuckspfeifen schnitzen“ im Heimatmuseum
Lebhaft und zum Teil recht laut ging es am Sonntagnachmittag im Hof des Heimatmuseums zu. Über 20 Kinder waren gekommen, um Kuckuckspfeifen zu basteln, so wie das ihre Großväter früher aus Weidenästen machten. Es wurde fleißig geklopft, es trällerte, pfiff und quietschte, mussten doch die selbst gebastelten Pfeifen ausprobiert werden. Und nicht jeder konnte der Pfeife sofort einen Ton entlocken. Ein bisschen Übung gehörte schon dazu. Auch das Herstellen der Pfeifen war nicht ganz einfach. Man brauchte viel Ausdauer, Geduld und Geschick, um die Rinde von den Weidenästchen abzuklopfen, und hatte man die Rinde gelöst, waren die Könner gefragt, die das Holz so zuschnitzen, dass eine gebrauchsfertige Flöte entstand. Doch nicht nur Kinder umringten die Flötenbastler. Immer wieder schauten auch die Erwachsenen interessiert zu und erinnerten sich an ihre Kindheit, in der sie selbst solche Flöten schnitzten. Damals konnte sich jeder Junge eine Pfeife schnitzen.
Mit dieser Aktion sollen die Kinder einen Einblick in die Kindheit ihrer Großeltern erhalten. Der Heimatverein hofft, dass durch derartige Angebote für Kinder das Wissen und Können um die handwerklichen Fähigkeiten aus früheren Zeiten nicht verloren geht, und dass auch die Kinder von heute Spaß und Freude an selbst hergestellten Dingen haben, ebenso wie ihre Großeltern.
Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen dieses Nachmittags beigetragen haben.








